GELDANLAGE ZUR ALTERSVORSORGE

Dieser Satz von Norbert Blüm hat sich eingebrannt der Deutschen: „Die Rente ist sicher.“ Was der damalige Bundesarbeitsminister nicht sagte: „… aber die Rente wird nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten“. Nur noch 48 Prozent vom früheren Lohn beträgt das Rentenniveau derzeit bestenfalls. Tendenz: weiter sinkend. Wer also im Alter keine Abstriche am Lebensstandard machen will, muss vorsorgen. Privat. Und je eher damit angefangen wird, desto besser.

Altersvorsorge bedeutet zum Glück nicht, Verzicht zu üben. Denn die beste Idee für eine sinnvolle Altersvorsorge ist ein Sparplan: Jeden Monat wird eine bestimmte Summe „für später“ abgezogen. Dabei reicht es völlig aus, je nach Einkommen 50 oder 100 Euro aufs Konto zu überweisen. Es gibt zwei Arten von Sparplänen:

  1. Das klassische Sparbuch bei der Bank oder Sparkasse mit verlässlichen, mitunter sogar steigenden Zinsen. Da außer den eingezahlten Beträgen auch die Zinsen verzinst werden (der Zinseszinseffekt), steigt das Vermögen – langfristig betrachtet – schneller als vermutet.Das Problem mit dem Banksparbuch: In der Niedrigzinsphasen haben die Anbieter die Zinsen fast auf Null heruntergefahren. Jetzt steigen die Zinsen auch für Banksparpläne wieder – bleiben aber deutlich unter der Inflationsquote. Da die Zinsen von der Inflation wieder „aufgefressen“ werden, ist aktuell ein Vermögensaufbau per Banksparplan kaum möglich.
  2. ETF-Sparpläne investieren die eingezahlten Summen in Index- bzw. ETF-Fonds. Diese Fonds bilden einen bestimmten Index wie etwa den DAX ab. Es gibt keine Fondsmanager, die versuchen (und sich dafür bezahlen lassen), besser abzuschneiden als der Index. Das sorgt für eine höhere Rendite. Die eingezahlte Summe lässt sich häufig problemlos anpassen, bei manchen Anbietern sogar monatelang aussetzen.Viele Anleger sind aufgrund gelegentlicher Turbulenzen an den Börsen skeptisch, ob sie ihr Geld in Fonds (und damit indirekt in Aktien) anlegen sollen. Zumindest rückblickend lässt sich sagen: Ein Investment in ETF-Fonds lohnt sich. Über einen Zeitraum von 12 bis 15 Jahren war ein solches Investment immer rentabel – und zwar rentabler als anders Investmentoptionen wie Anleihen, Tages- oder Festgeld.

Schöner Bonus: Werden von den Erträgen des Fonds neue Anteile gekauft (thesaurierender ETF), profitieren Anleger wie beim Banksparplan vom Zinseszinseffekt.

Da die Altersvorsorge langfristig auf Jahrzehnte angelegt ist, können bei der Wahl von ETF-Sparplänen etwaige Schwankungen an den Börsen ignoriert werden: Erfahrungsgemäß erholen sich Aktienmärkte schnell. Eine Fülle wissenschaftlicher Studien belegt: Kaufen, Krisen ignorieren und Liegenlassen führt langfristig zu den besten Ergebnissen. Wir empfehlen daher, bei der eigenen Altersvorsorge vor allem auf ETF-Sparpläne zu setzen.

ETF-SPARPLÄNE UND…?

Wem das Auf und Ab an den Börsen nicht ganz geheuer ist, kann und sollte einen Teil seines Geld in sicheren, wenn auch weniger rendite-trächtigen Assetklassen anlegen:

  • Festgeld: Das Geld darf für einen bestimmten Zeitraum (mindestens einen Monat, oft fünf oder mehr Jahre) nicht angefasst werden. Dafür gibt es einen zuvor festgelegten Zinssatz.
  • Staatsanleihen: Der Staat als Schuldner überweist regelmäßig einen Zins (Kupon) und zahlt das eingesetzte Kapital bei Fälligkeit (oft sechs bis acht Jahre) zurück.
  • Gold und andere Edelmetalle: Gold gilt als Inflationsschutz. Tatsächlich lohnt sich eine Beimischung von Edelmetallen im Portfolio, um sich unabhängiger von der Konjunktur zu machen.
  • Immobilien: Die Preise für „Betongold“ sind jahrelang scheinbar unaufhaltsam gestiegen. Tatsächlich lohnt sich dieser Sachwert als Altersvorsorge – wenn nicht als eigene vier Wände, dann durch Immobilienfonds.

Ebenso ist es möglich – je nach Gusto–, bei der Altersvorsorge auf aktiv gemanagte Fonds oder auf Aktien zu setzen. Doch besteht eine sinnvolle Geldanlage als Altersvorsorge vor allem aus ETF-Sparplänen oder -Fonds, ergänzt durch risiko-ärmere Assets wie Festgeld, Edelmetalle sowie Staats- oder ähnlichen Anleihen.

… DIESE ANLAGE-OPTIONEN EHER NICHT

Wovon wir abraten, sind Kapitallebens- oder private Rentenversicherungen. Die Rendite ist mager, wofür nicht zuletzt (häufig versteckte) Verwaltungskosten sorgen.

Auch Bausparen als Mosaikstein der Altersvorsorge kann derzeit aufgrund der niedrigen Zinsen nicht wirklich überzeugen. Außerdem muss die angesammelte Summe (samt des billigen Darlehens, das es sozusagen als Belohnung gibt) für „wohnungswirtschaftliche Zwecke“ benutzt werden. Das passt nicht immer.

Anders sieht es bei der viel gescholtenen Riester-Rente aus. Geringverdiener, Alleinerziehende und Familien mit kleinen Kindern profitieren von der Zulagen- und Steuerförderung, wenn sie den richtigen Vertrag abgeschlossen haben.

IHRE ALTERSVORSORGE BEGINNT – JETZT!

Bei der privaten Altersvorsorge kann man nur einen riesigen Fehler begehen: das Thema zu verschieben. Weil das Angebot zu unüberschaubar und die Rente ja noch soooo weit weg ist.

Womit Sie auch anfangen – wie gesagt: Wir empfehlen einen ETF-Sparplan –, entscheidend ist, dass Sie anfangen. Und zwar möglichst heute. Damit Ihr Kapital genügend Zeit hat, sich zu vermehren.

Wer will sich schon im Alter einschränken müssen? Eben!

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