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ANSA: DER MARKTRÜCKBLICK

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FELS-Redaktion

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6. September 2023 - 16:58

ANSA: Marktrückblick August 2023

Gebirge mit See -Schriftzug ANSA - Marktrückblick

Die im August veröffentlichten makroökonomischen Daten bestätigen einen wesentlichen Trend, den wir schon seit einigen Monaten beobachten können: Eine positivere Entwicklung in den USA, ein schwächeres Gesamtbild für Europa und enttäuschende Wachstumsdaten für China.

In den USA stiegen die Einzelhandelsumsätze um 0.7%, was eine positive Entwicklung gegenüber dem erwarteten Anstieg von 0.4% und dem Wachstum von 0.2% im Vormonat darstellt Auch die Industrieproduktion stieg um 1.0% und revidierte somit den Rückgang von -0.5% im Vormonat Der Philadelphia Fed Index überraschte deutlich und stieg von -13.5 auf + 12. Das Verbrauchervertrauen hingegen ist zurückgegangen: Während das Verbrauchervertrauen gemäß des Conference Board Index mit 106.1 niedriger ausfiel als erwartet (116.0), lag der Wert der University of Michigan mit 69.5 unter dem vorherigen Wert von 71.2.

In Europa fällt das Gesamtbild insgesamt deutlich schwächer aus. Für die Eurozone ging der Composite PMI mit 47.0 im Vergleich zum Vormonat zurück, was insbesondere auf den Dienstleistungssektor zurückzuführen ist Das Verbrauchervertrauen bleibt mit -16.0 negativ. Auf der anderen Seite fiel der Rückgang der Industrieproduktion um -1.2% im Jahresvergleich geringer aus als erwartet (-4%). Mit Blick auf die größte Volkswirtschaft der Eurozone setzte der Composite PMI Deutschland seine Talfahrt fort und fiel von 48.5 auf 44.7. Grund für diese Entwicklung war auch hier der Dienstleistungssektor, was nur bedingt durch eine positivere Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe kompensiert werden konnte. Das IFO-Geschäftsklima sank ebenfalls auf 85.7. Der ZEW-Umfrage zufolge verschlechterte sich die Einschätzung der aktuellen Lage (-71.3 gegenüber -59.5 im Vormonat), während sich die Erwartungskomponente verbesserte (von -14.7 auf -12.3).

Der weltweite Inflationsdruck hat im August, wenn auch in geringerem Tempo, weiter nachgelassen. Die Inflationserwartungen (z. B. in der monatlichen Verbraucherumfrage der University of Michigan) sind weiter rückläufig. Die Erzeugerpreise in den USA stiegen um 0.8%. Nach einem unerwarteten Rückgang im Vormonat stabilisierte sich die monatliche Kerninflationsrate in den USA bei 0.2% (4.7% gegenüber dem Vorjahr). Von der Jahrestagung der Zentralbanker in Jackson Hole, Wyoming, gingen keine klaren neuen Impulse für die künftige Leitzinspolitik aus. Solange die Löhne und die Inflation rückläufig sind, sollten solide Wachstumszahlen nicht in weiteren Zinserhöhungen resultieren. Dem Marktkonsens zufolge werden für den Rest des Jahres 2023 keine weiteren Änderungen der Geldpolitik erwartet.

In der Eurozone ist die Inflation weiterhin zu hoch: Zwar fielen die Erzeugerpreise um -3.4%, die Jahresrate bei den Verbraucherpreisen liegt allerdings weiterhin bei 5.3% und damit nur geringfügig unter der Kernrate von 5.5% (wo volatile Energie- und Lebensmittelpreiskomponenten nicht mit einfließen). Während die Preise für Waren erneut gesunken sind, bleibt die Preisdynamik im Dienstleistungssektor hoch und verhindert einen schnelleren Rückgang der Gesamtinflationsrate. Es wird daher erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre straffe Geldpolitik vorerst beibehalten wird. Eine weitere, möglicherweise letzte Anhebung der Leitzinsen wird im September erwartet Mögliche Zinssenkungen werden im Euroraum aller Voraussicht nach nicht vor der zweiten Hälfte des Jahres 2024 auf der Tagesordnung stehen.

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