Andreas Bernstein Portrait

IM INTERVIEW MIT IGMAR KÖNIGSHOFEN

1. Dezember 2022

IM INTERVIEW MIT IGMAR KÖNIGSHOFEN

Follow MyMoney im Interview mit Igmar Königshofen

Igmar, du warst ja schon mal im Finanztalk dabei und hast damals, wenn ich mich richtig erinnere auch über Rohstoffe gesprochen.

Das ist ein Thema, über was ich natürlich sehr gerne spreche, weil die Saisonalitäten und auch die COT-Daten im Rohstoffbereich sehr gut funktionieren. Gerade die Edelmetalle sind meiner Meinung nach jetzt sehr interessant gegen Jahresende, denn die Saisonalität ist für die verschiedenen Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium sehr billig und auch wenn man sich andere Vorbilder noch anschaut dann sieht man eben, das hier eine potentielle Aufwärtsbewegung stattfinden kann.

Wobei man sagen muss, eine gewisse Aufwärtsbewegung hat in den letzten Handelstagen schon stattgefunden, aber nichtsdestotrotz denke ich, dass dort noch weiteres Potenzial bestehen wird.  Ansonsten könnt ihr gerne auch noch einen Blick auf den DAX werfen und auch den ein oder anderen Rohstoff aber dazu dann gleich mehr.

Ist die Charttechnik als einzige Entscheidungsgrundlage wirklich sinnvoll?

Viele private Trader beziehen sich rein auf charttechnische Grundpfeiler, um ihre Entscheidungen zu treffen und das habe ich auch eine Zeit lang gemacht. Bereits mit 14 Jahren habe ich angefangen, erste Aktien zu kaufen – das war 1998. Als 2000 die Dotcom-Blase geplatzt ist und es dann über einige Monate, wenn nicht sogar Jahre gedauert hat, bis ein Boden am Aktienmarkt gefunden wurde, habe ich gemerkt, dass dann dieses einfache, ich kaufe irgendwelche Aktien und die werden schon steigen, nicht mehr funktioniert hat.

Anfangs war ich sehr naiv und auch noch sehr jung. Meine ersten Aktienkäufe waren alles Volltreffer, weil der Markt einfach mitgespielt hat. Ich hatte damals wirklich Aktien gekauft, die mir gerade so in den Sinn gekommen sind. 1998 bis 2000 ist ja mehr oder weniger alles gestiegen. Man konnte sich eine Aktie aussuchen, Aktie ist gestiegen, hat sie wieder verkauft und ist dann in die nächste Aktie eingestiegen. Diese hat sich in kurzer Zeit positiv entwickelt, man konnte sie wieder mit Gewinn verkaufen und so hat das eine ganze Zeit gut funktioniert. Später habe ich gemerkt, so einfach ist es mit dem Trading doch nicht.

Es hat mich enorm geprägt, auch zu erfahren, dass es auch andere Marktphasen gibt und ein Markt auch mal deutlich unter Druck kommen kann. Das war z.B. für die Marktphase, die wir zuletzt hatten, sehr wichtig, denn viele Marktteilnehmer sind zuletzt neu an den Markt gekommen und hatten wahrscheinlich über die letzten Jahre sehr viel in „Glück“. Man konnte kaufen, was man wollte – die Aktienmärkte sind gestiegen. Das hat nichts mit einer besonders guten Strategie zu tun, sondern der Aktienmarkt ist insgesamt stark gestiegen und dann war es auch egal, ob man jetzt eine Apple Aktie oder eine Amazon Aktie gekauft hat.

Ich habe mich sehr lange mit der Charttechnik befasst und dabei sehr viele Bücher gelesen. Im Nachgang sah immer alles sehr logisch und sinnvoll aus. In den Büchern sieht man oft nur Paradebeispiele, wo es auch immer genau dann zutrifft wie es dann eben hätte laufen sollen. Ich habe dann längere Zeit mit der technischen Analyse verbracht und hatte dann manchmal auch Zweifel an mir selbst. Wieso funktioniert das immer nur ab und zu dann wieder eine Zeit lang nicht? Insgesamt war es zumindest für mich nicht profitabel.

Mittlerweile nutze ich verschiedene Vorfilter, unter anderem das Sentiment, die Seniorität und die CoD-Daten aber auch Intermarket-Analysen und eigene Statistiken.

Finanzwissen ist wichtig

Im Video werde ich auch mal zeigen, wie man passende Hebelprodukte raussuchen kann. Ein wichtiger Punkt ist, wenn man in diesen Bereich unterwegs ist und Knockout Produkte zum Beispiel exotische Optionsscheine wie Discount-Optionsscheine oder aber auch Inline-Optionsscheine handeln möchte, dass man diese Produkte gut kennt. Und man sollte zumindest verstehen, wie diese auf den Markt reagieren, wenn sich eben der Basiswert bewegt. Das ist elementar wichtig, vor allem auch zu wissen, welche Bandbreite es überhaupt gibt. Viele denken, man kann mit Knockout Zertifikaten auf der Long- oder Short-Seite spekulieren oder vielleicht weiß man noch, dass man Optionsscheine einsetzen kann, aber es gibt eben auch Produkte z.B. bei Optionsscheinen, mit denen wir auf Seitwärts spekulieren können. Es gibt Discount-Optionsscheine, mit denen wir das Risiko etwas abstufen können oder auch wenn man dann im Zertifikate-Bereich ist, dann kann man natürlich auch ab und zu mal „spielen“.

Bei einer Aktie, zum Beispiel zuletzt von Amazon, die nach Veröffentlichung von Zahlen stark abverkauft worden ist, steigt die Volatilität, also die Schwankungsbreite. Es gibt Produkte, auch im Anlagezertifikate-Bereich, die dann attraktivere Konditionen darstellen und wenn dann die Volatilität wieder sinkt, kann man eben davon profitieren.

Das sind alles Feinheiten, die man sich nach und nach beibringen kann. Im Video wollen wir uns darauf konzentrieren, uns in Richtung der Hebelprodukte umzuschauen und vielleicht im Bereich der Discount-Optionsscheine, mit denen man eben auch eine entsprechende Seitwärts-Rendite erzielen kann.

Seit Ende 2021 fällt der Aktien-Markt und ich hatte seitdem bis September 2022 ganz klar nur die Short Seite im DAX gehandelt. Ich werde im Video zeigen, warum das der Fall war und dann eben seit Ende September/ Anfang Oktober 2022 dann eher wieder die Longseite in Betracht gezogen. Jetzt im November 2022 ist zumindest kurzfristig auch wieder mal die Short-Seite interessant zu handeln, weil der Markt sehr stark angestiegen ist.

Ein kurzer Blick in Ihren Werdegang

Ich habe während meines Studiums ein Praktikum bei der BNB Paribas gemacht. Dort war ich im Derivate Team. Von 2007 bis 2010 habe ich dann bei der BNB Paribas als Produktmanager gearbeitet,  das heißt, ich war für die Emissionen von Anlagen und Hebelprodukten zuständig.  Ich wurde dann von der australischen Westen Bank Mercury abgeworben und habe dort von 2010 bis 2012 gearbeitet. Ich habe mich dann selbstständig gemacht und eine Firma gegründet. Seit 2018 gibt es von mir auch bei Stock 3 Depots, die ich dort führe und es gibt auch ein Daytrading Depot sowie ein Trailer Depot.

Trading anhand von Charttechniken

Die Trades, die ich im Video besprechen möchte, sind eher Trades im mittelfristigen Bereich. Im Video werden wir uns vor allem die Saisonalität anschauen und die CoD-Daten und das Sentiment.

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